Island 11.07.2016

Island 11.07.2016, hier die Fotos:

Island 11.07.2016
Regen, wieder einmal Regen und zwar die ganze Nacht. Das Prasseln auf das Wohnmobildach hat uns schon früh aus den Federn geholt. Heute fahren wir nun endlich ins Hochland und da der Bus schon vor 10:00 Uhr fährt, kommt uns das frühe Aufstehen sogar ganz gelegen. Nachdem die Vorbereitungen (Pausenbrot, warme Kleidung und Badesachen) getroffen sind, machen wir uns auf den Weg zur Haltestelle. Der Trex-Bus hat eine leichte Verspätung und so "genießen" wir noch die Wolken, die immer noch fast auf dem Boden zu hängen scheinen. 
Als der Bus dann kommt, steigen, nein wir klettern ein. Die Busse haben einen enorm hohen Radstand, um durch die Furten im Hochland fahren zu können. Der Trip startet ruhig, wir fahren ein Stück auf der 1, bis der Bus dann auf die 26 in Richtung Leirubakki abbiegt. Bis hierhin wäre es theoretisch auch kein Problem mit dem Wohnmobil zu fahren, denn die Straße ist geteert. Aber das, was jetzt kommt, würde jedes, in Deutschland gängige Straßenauto verzweifeln lassen. Nachdem wir Leirubakki mit seinem Pferdehof und Campingplatz verlassen haben, fahren wir noch einen Moment auf der 26 und biegen dann auf die F 225 in Richtung Landmannalaugar ab. Diese "Straße", welche den Namen eigentlich mit keiner Silbe verdient hat, schüttelt uns gehörig durch. Eine Stein-Schotter-Fels-Furten-Piste. 
Landmannalaugar I, Island
Hier ist ausdrücklich nur Fahren mit 4-Wheel-Drive erlaubt, denn es werden u.a. vier Flüsse und unzählige kleine Bäche durchquert. Um uns herum türmen sich, in dieser durch Lava geprägten Mondlandschaft, merklich höhere Berge auf. 
Landmannalaugar II, Island
Dabei ist der Hekla stehts an unserer Seite. Mittlerweile befinden wir uns auf 500 Metern Höhe und das Ziel ist noch nicht in Sicht. Ab und zu müssen wir in einer Ausweichbucht stehen bleiben, da uns Jeeps, waghalsige AutofahrerInnen oder sogar RadfahrerInnen entgegen kommen. Als wir nach einer geraumen Zeit den letzten Bergrücken umfahren, erreichen wir Landmannalaugar: eine große sandige Ebene, die sanft von Flüsschen und Bergen umrahmt wird. 
Landmannalaugar III, Island
Nur Jeeps und Pickups stehen hier, die PKW´s müssen vor der letzten, zu tiefen Furt, abgestellt werden. Es gibt einen alten amerikanischen Schulbus, umgebaut in ein Café und Krämerladen, welcher den Campern, die sich hier aufgebaut haben, dient . So muss auch das Basislager am Mount Everest aussehen.
Landmannalaugar (Handyfoto), Island
Viele brechen von hier aus zu Mehrtageswanderungen auf und wir werden auch ein wenig wandern, allerdings nur 6 km. An einem Flusslauf entlang geht es um einen Berg herum. Wir klettern über Lavablöcke und kehren nach vier langen Stunden erschöpft zum Camping zurück. Am Ende sind wir sehr froh über das Café. Nach einer Stärkung ziehen wir die Badesachen an. Denn hier speist eine heiße Quelle ein kleines Bad, in dem sich das heiße Wasser zischend mit dem Bergquellwasser mischt. Am späten Nachmittag kommt sogar die Sonne durch, wir sind jetzt vollends relaxed und um 18:00 Uhr geht es dann wieder in Richtung Hella. Wir verabschieden uns vom Hochland und genießen den Ausblick bei der Rückfahrt. 
Landmannalaugar IV, Island
Um 20:00 Uhr sind wir wieder im Ort. Jetzt schnell zurück ins Wohnmobil, schlafen und morgen geht es weiter. Gute Nacht!
Ungefähre Busroute, Copyright Google Maps








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